Masterplan OKAL Haus

GF Wilfried Bolz


Kein anderer deutscher Fertighausanbieter kann wie OKAL die Poleposition am Markt beanspruchen. Nachfragen an Geschäftsführer Wilfried Bolz.

Geschäftsführer Wilfried Bolz
Geschäftsführer Wilfried Bolz

Erster zu sein am Markt und Bester zu sein, sind oft zwei Paar Stiefel.

Wilfried Bolz: Erster zu sein ist aber der geradlinigste Weg, auch Branchenbester zu werden. Lehrt die OKAL-Firmengeschichte.

Die Krone des Branchenbesten beanspruchen andere Fertighausanbieter gleichfalls.

Halten wir uns einfach an die Fakten: OKAL übergibt 2017 als erstes und bisher einziges Unternehmen sein 90.000stes Fertighaus. Bis Ende diesen Jahres stellen wir aller Voraussicht nach 89.861 Häuser auf. Deutschlandweit wohnen rund 307.000 Menschen in einem OKAL-Haus. Mehr als eine Großstadt wie Mannheim Einwohner hat! An solche Dimensionen reicht keiner unserer Marktbegleiter heran.

Andere bauen doch aber auch anständige Häuser.

Gewiss. Aber keiner mit solchem Erfolg und in solchen Stückzahlen wie die DFH. Unser Mutterkonzern, zu dem neben OKAL auch die stärksten deutschen Ausbauhausmarken massa und Allkauf gehören, übergibt 2016 insgesamt 2.894 Häuser. Ein Zuwachs um fast 800 gegenüber dem Vorjahr. Solche Leistungssprünge werden wir nicht jedes Jahr erleben. Es ist jedenfalls ein verdammt gutes Gefühl, mit OKAL zum Team des mit Abstand Marktführenden zu gehören.

Was machen OKAL und die DFH anders, präziser gefragt: besser als andere?

Unsere Kunden bekommen zu Preisen von heute Einfamilienhäuser in der Bauqualität von morgen. Punkt.

Sie können bestimmt auch übers Wasser laufen.

Ich skizziere Ihnen hier keine Wunder, sondern ein zukunftsorientiertes Verständnis von Neubauqualität. Was mich an OKAL und an der DFH von Anfang an begeistert, ist der strategische Weitblick, mit dem der Konzern konsequent auf nachhaltige Produktion umgestellt wird. OKAL ist der erste am Markt, der jedes „malervorbereitet“ oder „schlüssel- fertig“ georderte Haus mit einem objektbezogenen Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen ausliefert. Unsere Serienproduktion ist mit „Gold“ zertifiziert. Den Bauherren wird für ihre individuell geplanten OKAL-Häuser von den Auditoren der DGNB nicht selten sogar die Höchststufe „Platin“ bescheinigt.

Was haben Ihre Bauherren vom Zertifikat?

Den von Experten schwarz auf weiß testierten Nachweis, dass ihr Haus, solange die Finanzierung läuft – mindestens in den nächsten 20 Jahren, aber auch danach – in seiner Substanz nicht an Wert verliert. Son- dern gewinnt.

Was macht Sie so sicher?

Zum einen das Ergebnis der Lebenszyklusanalysen für unsere Häuser. Für die meisten Bauherren mag das ferne Zukunftsmusik sein. Die DGNB fordert von uns eine Prognose für 50 Jahre Nutzungsdauer. Das ist auch gut so. Das für 2030 offiziell angekündigte Verbot fossiler Heizungen in Neubauten ist ein Vorbote des Kommenden. Der Ofen ist aus. Weil: katastrophal schlechte CO2-Bilanzen. Auf den Punkt gebracht funktioniert das in Kürze so: Zeige mir die CO2-Bilanz deines Hauses und ich sage dir, ob es noch gutes Geld wert ist. Was die Autoindustrie vor dem Hintergrund drohender genereller Verbote von Verbrennungsmotoren durchlebt, macht um die Bauwirtschaft mit ihren vielfach größeren Kohlendioxid-Sparpotenzialen erst recht keinen Bogen. Die Wissenschaftler sagen uns, dass selbst CO2-neutrale Gebäude keine wirkliche Lösung unserer Probleme bringen. Die Latte muss höher liegen: Streng genommen dürften in Kürze nur noch Neubauten mit einer negativen CO2-Bilanz genehmigt werden.

CO2-Statistik
CO2-Statistiken im Vergleich

Negative CO2-Bilanz hieße, dass ein Gebäude schon bei seiner Errichtung unterm Strich mehr Kohlendioxid einspart – zum Beispiel in Baustoffen wie Holz gebunden –, als es für seine Betonfundamente, Glasfenster, Solarpaneele braucht?

Genau. Das ist das Ziel. Dazu kommt, dass jedes installierte Kilowattpeak Solarleistung weitere 700 Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr spart. Macht bei den Hauskraftwerkspaketen mit etwa 5 Kilowattpeak, die wegen des extrem günstigen Preises von den meisten OKAL-Bauherren geordert werden, jeweils rund 3,5 Tonnen Einsparung. Was die Emissionsbilanz dieser Häuser mit jedem Nutzungsjahr sogar noch besser, weil immer negativer macht...

Wir haben am Beispiel der OKAL-Stadtvilla der Familie Schürmann in Oberhausen das DGNB-„Platin“-Zertifikat nachrecherchiert. Und uns vom DGNB- Chefauditor penibel erklären lassen, weshalb dieses Haus in welchen Bereichen und Kriterien welche Bewertungen bekam. Wie verbindlich ist das?

Die DGNB-Nachhaltigkeitszertifikate sind Vertragsbestandteil, sowohl in unseren Bauakten als auch in denen der Kunden. Dass die Baufamilie Schürmann auf die 95 Prozent Erfüllung stolz ist, die ihnen im Zertifikat für „Funktionalität der Grundrisse“ bescheinigt wurden, kann ich nachvollziehen: Die Eheleute hatten sich ihren Grundriss komplett selber ausgedacht, also aktiv Anteil am „Platin“ für ihre Stadtvilla.

So eine Serienzertifizierung führt beim Einzelobjekt, wie wir erleben, keineswegs zum automatisierten Abspulen von Lobliedern. Die Kritik des Auditors an OKAL für nur 50 Prozent Erfüllung beim Kriterium „geordnete Inbetriebnahme“ ist deutlich.

Und berechtigt. Wir werden künftig zwei Haustechnik-Checks in die Verträge mit unseren Bauherren aufnehmen. Einen etwa acht bis zwölf Wochen nach Übergabe, um die vorgenommenen Grundeinstellungen nochmals zu überprüfen. Ein zweiter Check erfolgt nach dem ersten Betriebsjahr. Eine Art Monitoring, ob die bestellte Haustechnik auch wirklich optimal miteinander spielt – und der Bauherrenfamilie die versprochenen Ergebnisse liefert.

Das macht meines Wissens bisher keiner in Ihrer Branche.

Dann sind wir auch in diesem Punkt wieder mal die Ersten.

Aktivhaus Bad Vilbel
Das AktivPlus-Musterhaus Bad Vilbel

OKAL führt mit dem neuen Musterhaus Bad Vilbel vor, was Poleposition in der Fertighausbranche künftig bedeutet.

Es ist das erste Haus, das wir nach den AktivPlus-Vorgaben geplant und errichtet haben. Diesen Baustandard der Zukunft hat eine Elite innovativer deutscher Bauingenieure und progressiver Architekten erarbeitet. Da schließt sich für uns der Kreis: All die jahrelangen Vorarbeiten Richtung nachhaltiges Bauen ermöglichen uns heute, aus einer topmodernen Serienfertigung heraus, zukunftsfeste Häuser nach den 2025 zu er- wartenden Neubaustandards anzubieten. Unser AktivPlus-Musterhaus in Bad Vilbel begeistert mich freilich auch durch seine innovative Architektur. Es ist speziell für kleine Grundstücke unter 500 Quadratmetern konzipiert. Die Idee, einen Raum unter freiem Himmel als Atrium in die Mitte des Hauses zu verlegen, fasziniert mich. Zudem ist das in guter Schutz vor Wind und allzu nahen Nachbarblicken.

Sie haben allein 2016 sechs neue OKAL-Musterhäuser eröffnet. Darunter zwei Stadtvillen und drei Satteldach- entwürfe mit hohem Kniestock.

Unsere Architekturvorschläge richten sich nach dem, was Baufamilien am meisten anfragen. Grundstücke werden zum Teil abartig teuer. Moderne Stadtvillen mit ihren zwei Vollgeschossen machen sich, wie auch hohe Kniestöcke, auf sparsamer Grundfläche und entsprechend großformatigen Raumangeboten bei Bauherren beliebt. Bungalows sind übrigens auch Bauherrns Lieblingsklassiker.

Bemerken Bauinteressenten die mit circa 2,80 Metern herausragenden Raumhöhen Ihrer Häuser?

Natürlich. Viele betreten ein Musterhaus und bleiben erst einmal stehen – irgendwas ist hier anders. Manche spüren es, bevor sie es sehen: Hier haben größere Räume angenehmere Proportionen. Auf den zweiten Blick entdecken sie dann die auf 2,30 Meter erhöhten Fenster und Türen.

Können Sie in drei Sätzen bündeln, was Bauinteressenten von OKAL erwarten?

Mehr Haus für ihr Geld zum Festpreis und zum vertraglich vereinbarten Termin. Totalen Freiraum bei der Gestaltung ihrer Wunschgrundrisse – ohne Mehrkosten. Die garantierte Sicherheit, ein werthaltiges Haus mit Zukunft gebaut zu haben.

Das Gespräch führte Peter Neumann.